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333 Worte über SONIC MINDS und
Focus

 
Oftmals, aber nicht immer, sind es die großen Namen, die einen Run auf die CD-Regale auslösen, ohne dass zuvor auch nur ein einziger Ton in den entsprechenden Medien von einem Album zu hören war. Ungehört gekauft, wegen des vermeintlich großen Namens, bleibt dann mitunter nur ein Stück nicht erfüllter Erwartungen.

Im Gegensatz dazu sind es häufig aber auch gerade die musikalischen Kleinode, die zwar nicht derart bekannt, musikalisch aber durchaus bei den Anhängern – und solchen die es werden wollen – für Furore sorgen.

Eines dieser Alben ist das dieser Tage erschienene „Focus“ von SONIC MINDS. Eine ideale Mischung aus Dancefloor, elektronischen Beats, mal härter, mal weniger hart bis hin zur idealen Chillmusik präsentiert sich in zwölf Stücken, die nahezu ausnahmslos hohen Ansprüchen genügen.

Mit „Forward – don´t Stop“ startet das Album teils pumpend und stampfend, teilweise auch ruhiger wie eine Lightversion von SCOOTER. Sehr gut tanzbar ist „Look at me now“. In den instrumentlosen Sequenzen kommt besonders ausdrucksstark das Stimmvolumen der Sängerin zum Ausdruck.

Nachdem „It´s gone“ teilweise ein wenig spacig daher kommt – im Übrigen ein Mix vom amerikanischen Produzenten John Keenan -  folgt mit „Über´s Meer“ eine Beinaheballade in deutscher Sprache, die über eine große Portion Hitpotential verfügt. Härter und sehr gut tanzbar ist „Beyond Horizon“ während der „Miami Groove – Dance!“ geheimnisvoll startet und ein wenig an die späten 80er erinnert. Dramaturgisch, flott und als absoluter Ohrwurm präsentiert sich „Right or wrong“, während „It´s gone“ und „No shuffle“ dann ein wenig abfallen, wobei letzteres ein wenig experimentell erscheint, was daran liegen könnte, dass das Original von Front 242 zu bekannt ist..

Das gleicht aber „DanceOmania“ allemal wieder aus, denn hier darf wieder getrost der Dancefloor strapaziert werden. Sphärisch und teils mystisch lässt sich „CozyHawaii“ an und mit harten flotten Beats und einem weiteren Highlight endet die Scheibe mit der Langversion von „Beyond Horizon“.

Alles in allem zeigt sich hier eine qualitativ hohe Ausgewogenheit, die dienlich ist, über die eine oder andere – leichte – Schwäche durchaus hinweg zu sehen.

So kann das Album wärmstens empfohlen werden.

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Favoriten: Right or wrong, DanceOmania, Beyond Horizon
Für Freunde von: Scooter, Wolfsheim, Schiller
Veröffentlichung: ab sofort in verschiedenen Onlineportalen
Zu Hause: www.sonic-minds.de/
Bewertung: 8 von 10 Punkten

Erstellt: 15.12.2010